Das neue Jahr ist noch recht jung, deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, um als ersten Blog-Beitrag in der Kategorie Sport/Outdoor einen Rückblick auf mein persönliches Sport-Jahr 2024 zu werfen, ein Fazit zu erreichten Zielen zu ziehen und meine Pläne für 2025 zu skizzieren. Zunächst einmal ein ganz kurzer Überblick. Ich habe „erst“ 2021 angefangen, regelmäßig Sport in der einen oder anderen Form zu treiben. Vorher war ich, bedingt durch meinen Job und meine damalige Freizeitgestaltung, der Inbegriff eines Sesselfurzers, Couch-Potatoes und „Kellerkindes“ … ich verbrachte den Großteil meiner Zeit drinnen und in sitzender oder liegender Position vor irgendeinem Bildschirm. 2021 fing ich langsam an, wieder mehr Fahrrad zu fahren und schließlich 2022 mein erstes Gravelbike zu kaufen. 2023 lief ich dann meinen ersten 30km „Mini-Mammutmarsch“ und fing mit dem Laufen und Calisthenics/Minimal-Equipment-Weightlifting an. Für 2024 hatte ich mir zwei große Events als Meilensteine vorgenommen: einen 55km Mammutmarsch und meinen ersten Halbmarathon.
Mammutmärsche
Zunächst einmal: was ist ein Mammutmarsch? Der Original-Mammutmarsch ist ein 100km Gewaltmarsch, der innerhalb von 24 Stunden bewältigt werden muss. Eine echte Herausforderung für Körper und Geist! Das ganze gibt es in vielen deutschen und mittlerweile europäischen Städten und als organisiertes Event hat man den Vorteil, auf eine gute Planung, Verpflegung und sanitäre Einrichtungen an der Strecke und auf medizinisches Personal zurückgreifen zu können, sollte man es brauchen. Nicht zuletzt ist es wahnsinnig motivierend, mit den vielen anderen Sportlerinnen und Sportlern die Herausforderung gemeinsam anzugehen!
Als ich mir das Ziel setzte, einen der 100km Mammutmärsche zu laufen, war klar, dass ich mich darauf vorbereiten muss, um eine realistische Chance zu haben, den Marsch abzuschließen, ohne mich gesundheitlich total zu zerstören. Also bin ich im Jahr 2023 in meiner Heimatstadt Nürnberg zuerst den 30km Marsch gegangen. Nachdem das trotz ein paar Blasen und einem ordentlichen Muskelkater (ich hätte mich eindeutig für Laufschuhe statt meiner Wanderstiefel entscheiden sollen) gut geklappt hat, steigerte ich mich letztes Jahr und lief einmal die 42km (Marathon-Distanz) in Leipzig und die 55km in Nürnberg. Beide Märsche liefen gut, auch wenn ich in Nürnberg die letzten 10 Kilometer im Platzregen laufen „durfte“ und zum Schluss mit einer saftigen Unterkühlung und etwas angeknackstem Kreislauf in der Badewanne lag … man lernt schließlich aus allem und in Zukunft sind ein guter Regenponcho und eine Regen-Überhose Pflichtbestandteil meiner Ausrüstung. Den geplanten 60km Marsch in Stuttgart musste ich leider aufgrund eines fiesen Corona-Besuchs absagen.
Zu meinen absolvierten Mammutmärschen auf Komoot:
Für 2025 ist auf jeden Fall geplant, den 60km Marsch nach zu holen – die 100km sind dann doch noch ein etwas hoch gestecktes Ziel, zumal ich mich dieses Jahr doch auch hauptsächlich auf den nächsten Punkt vorbereiten möchte.
Marathon
Letztes Jahr habe ich mich ehrlich gesagt eher aus einer Laune heraus für den Halbmarathon Nürnberg/Fürth angemeldet. Ziel war es auch nur, überhaupt ins Ziel zu kommen und das im besten Fall unter 3 Stunden, da danach vom Veranstalter keine offizielle Zeit mehr genommen werden konnte. Ich wollte also ankommen und eine offizielle Wertung haben – mehr nicht. Dementsprechend rudimentär sah dann auch mein Training aus. So laufen wie immer, mal etwas weiter, mal etwas weniger weit – wird schon passen. Die längste Strecke, die ich damals in Vorbereitung auf die 21,1km gelaufen bin, waren knapp 15 – und das eine Woche vor dem Startschuss. Trotz der eher laxen Vorbereitung konnte ich den Halbmarathon dann in 2 Stunden und 10 Minuten abschließen, was für mich schon als voller Erfolg durchging! Bis zu dem Zeitpunkt, als ich daheim die Füße für ein „kurzes Nickerchen“ hochgelegt habe, hätte ich auch noch schwören können, dieselbe Strecke sofort noch einmal laufen zu können. Als ich dann zwei Stunden später und mit schmerzenden Beinen wieder aufgewacht bin, war ich eines besseren belehrt. Die Lust auf den vollen Marathon war auf jeden Fall geweckt, aber mir was klar, dass das wirklich nur mit guter Vorbereitung vernünftig gehen wird.
Also habe ich mir einen Trainingsplan erstellt, der mich ab März diesen Jahres erbarmungslos durch die fränkischen Wälder und Felder treiben wird, bis ich im Juni hoffentlich fit genug bin, den Metropolmarathon 2025 vom Nürnberger Hauptmarkt bis zur Fürther Freiheit in unter sechs Stunden (um eine offizielle Zeit zu erhalten) und ohne bleibende Schäden absolvieren zu können! Zum Training werde ich hier in regelmäßigen Abständen Zwischenstände festhalten und bei Gelegenheit den Trainingsplan etwas genauer vorstellen.
Zu meinem Halbmarathon-Lauf beim Metropolmarathon 2024 auf Komoot






